Das Potenzial von Daten effektiv nutzen

Die Rolle von Smart Services für Unternehmen

von Wolfgang Lorenz

Im Zuge der digitalen Transformation müssen Unternehmen ihre Geschäftsmodelle ständig weiterentwickeln, um Kunden zu gewinnen und neue Märkte zu erschließen. Um aus der Masse von Anbietern herauszustechen, setzen viele Unternehmen daher verstärkt auf vernetzte und intelligente Dienstleistungen – sogenannte „Smart Services“. Diese basieren auf der Auswertung intelligent verknüpfter Daten (Smart Data), die von Smart Products, also mit Sensoren ausgestatteten Geräten und Produkten, erhoben werden.

Wolfgang Lorenz

Ein Alltagsbeispiel ist die Bedienung eines Smarthomes mittels einer App, die etwa die Kontrolle von Alarmsystemen, Heizung oder Licht ermöglicht.
Smart Services sind mit zahlreichen Vorteilen verbunden, die den Alltag der Nutzer erleichtern und Unternehmen dabei helfen, Geschäftsprozesse zu optimieren.

So können Unternehmen ihre Produktion und Dienstleistungen dank der umfassenden Datenbasis an den individuellen Wünschen der Nutzer orientieren und digital aufwerten. Auf diese Weise erschließen sie neues Potenzial im Markt und sichern somit langfristig ihre Wettbewerbsfähigkeit. Zudem können Dienstleistungen durch Smart Data günstiger und effizienter angeboten werden: Digitale Dienste wie etwa Tracking Apps beim Paketversand erfreuen sich wegen der Liefertransparenz nicht nur bei Nutzern größter Beliebtheit, zusätzlich helfen die gewonnenen Daten Unternehmen dabei, Lieferketten zu optimieren und den ressourcenschonenden Einsatz von Fahrzeugflotten einzuschätzen.

Für die Anwendung von Smart Services gibt es unzählige weitere Beispiele, an denen sich deren besondere Bedeutung und Mehrwert für Unternehmen und Endnutzer nachvollziehen lässt. Mobilitätsdienstleister integrieren zum Beispiel verschiedene Transportmittel in einer nutzerfreundlichen Plattform und bieten Anwendern im Alltag so die Möglichkeit, flexibel und schnell auf freie Fahrzeuge in ihrer Nähe zuzugreifen. Weitere Anwendungen finden sich auch in den Sektoren Gesundheit, Industrie, Energie, Finanzen sowie in der städtischen Infrastruktur.

Rechenzentren werden auch in Zukunft dabei helfen, eine leistungsstarke Infrastruktur aufzubauen und damit Innovationssprünge im Bereich der Smart Services in greifbare Nähe rücken.

Wolfgang Lorenz

Um Smart Services effektiv nutzen zu können, müssen einige Voraussetzungen erfüllt werden: Zum einen müssen die Dienste reibungslos auf die Datenbasis der Smart Products zugreifen können, zum anderen müssen Services in der Lage sein, diese Nutzerdaten auszuwerten und zu interpretieren.

Auf Grundlage dieser Auswertung müssen die Dienste letztlich ein nutzenbringendes Angebot generieren können – etwa indem sie Anwender über Verspätungen oder Staus informieren oder Defekte bzw. drohende Ausfälle antizipieren (Vorausschauende Wartung/Predictive Maintenance).

Daten, Daten, Daten: in einem Rechenzentrum läuft alles zusammen.

Neutrale Infrastrukturen als Fundament von Smart Services

Um diese hohen technischen Anforderungen zu erfüllen, benötigen Smart Services leistungsstarke, digitale Infrastrukturen, die in der Lage sind, eine Vielzahl heterogener Datenquellen und Clouds zu integrieren sowie Anwendungen und Anbieter zuverlässig miteinander zu vernetzen. Einen wichtigen Beitrag leisten dabei Rechenzentrumsanbieter wie Equinix.

Mittels physischer, direkter Verbindungen innerhalb der Rechenzentren, sogenannter „Interconnection“, ermöglichen sie den latenzarmen Datenaustausch zwischen Unternehmen sowie führenden Cloud-Service-Providern und Netzwerken. Da die Daten dabei die neutrale Infrastruktur des Rechenzentrums nicht verlassen, sind diese zudem jederzeit vor externen Zugriffen und Ausfällen abgesichert. Diese direkten Verbindungen beschleunigen die Übermittlung und Auswertung von Smart Data spürbar.

Kernaussagen

  • Um in der Digitalisierung wettbewerbsfähig zu bleiben, setzen Unternehmen auf Smart Services – vernetzte und digitale Dienstleistungen, die auf verknüpften Daten und Produkten basieren.

  • Smart Services ermöglichen es, Produkte direkt an Kundenbedürfnissen zu orientieren, und erleichtern damit die Erschließung neuer Märkte.

  • Grundlage der Smart Services sind leistungsstarke, digitale Infrastrukturen. Rechenzentren unterstützen den Aufbau einer solchen Infrastruktur, indem sie nicht nur Rechenkapazitäten, sondern auch eine neutrale Plattform für direkte Verbindungen zwischen Partnern, Clouds und Netzwerken bereitstellen.

  • Solche direkten Verbindungen, auch „Interconnection“ genannt, ermöglichen künftig den Ausbau komplexer und datenintensiver Angebote und bilden so das Fundament für den Siegeszug von Smart Services.

Rechenzentren werden auch in Zukunft dabei helfen, eine leistungsstarke Infrastruktur aufzubauen und damit Innovationssprünge im Bereich der Smart Services in greifbare Nähe rücken: Durch die private Vernetzung entstehen „digitale Ökosysteme“, die Kollaborationen rund um Smart Services effektiv ermöglichen und bei der Auswertung von Smart Data die Nutzung privater und öffentlicher Clouds erleichtern.

Dank dieses digitalen Fundaments tragen Smart Services auch in den nächsten Jahren dazu bei, Menschen zu vernetzen und unseren Alltag Schritt für Schritt zu erleichtern. //


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Informationen und Kontakt zum Autor: http://www.handbuch-mittelstand.de/autoren/w-lorenz

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